Twitter: Bleiben Sie Herr über ihre Timeline

twitter timeline ÄnderungenTwitter hat vor einigen Tagen seine Timeline, ohne große Mitteilung, geändert. So werden die Beiträge nicht wie bisher einfach chronologisch gezeigt, sondern es werden nun Beiträge eingeblendet, von denen Twitter meint der User hätte erhöhtes Interesse an diesen. Dieses Vorgehen, schon seit langem bei Facebook üblich, hat zu einem Aufschrei der User geführt, da es ja durchaus eine Art Zensur ist, wenn der User nur bestimmte Beiträge angezeigt bekommt. Wobei die Kriterien zur Auswahl nicht transparent gemacht werden.

Nun hat Twitter ein wenig zurückgerudert und eine Möglichkeit geschaffen, die alte chronologische Reihenfolge auf Wunsch wieder herzustellen. Dazu muß man allerdings unter seinen persönlichen Einstellungen einen Haken bei

Timeline:  Zeige mir die besten Tweets zuerst an

entfernen. Dieser ist in den Grundeinstellungen vorgeblendet. Userfreundlicher wäre natürlich  der andere Weg gewesen 🙁
Wahrscheinlich ist diese Vorgehensweise dem Versuch geschuldet, mehr Geld durch Werbung auf Twitter zu verdienen, indem man Anbieter dazu bringen möchte wie bei Facebook für die prominente Platzierung ihrer Tweets zu bezahlen.

Uns gefällt aber die chronologische Auflistung wesentlich besser und ist dem breiten Informationsgehalt sicherlich förderlich. Wir raten jedem sich nicht bevormunden zu lassen und den o.g. Haken wieder zu entfernen.

Für unsere Firmenaccounts AVVM GmbH und Laird Lothar Events sowie unsere privaten Twitter-Accounts haben wir diese Änderung natürlich durchgeführt. 🙂

Cliqz: innovativer Browser aus Deutschland

Cliqz ein neuer, innovativer Browser aus Deutschland, wurde von Hubert Burda vorgesellt. Das Besondere am neuen Browser: Die standardmäßige Anti-Tracking-Technologie ermöglicht Nutzern anonymes Surfen – und stellt dabei der Werbebranche neue Aufgaben.

Weiterhin ist darin integriert eine Suchmaschine, die eine kleine Revolution bedeutet, weil sie aufgrund eines eigenen Web-Index unabhängig von US-Anbietern wie Google funktioniert.

Die Anti-Tracking Techniologie soll Werbung nicht behindern und trotzdem die Daten des Nutzers schützen. Dies kann man auch direkt im Browser kontrollieren.

Erste Tests der Anti-Tracking Funktion von Cliqz

So haben wir einmal unser Webseite; Twitter und die Webseite des Spiegels überprüft:

avvm.de – laut Cliqz werden hier keine personalisierten Daten übertragen (hätte uns auch gewundert) also muß auch nichts geblockt werden.

twitter.com – Aufruf der eigenen Timeline. Gemäß Cliqz werden Daten an 4 verschiedene Quellen geschickt, davon wurden fünf Datenströme wegen Übermittlung unsicherer Daten blockiert.

spiegel.de – Startseite des Spiegel. Diese ist ziemlich datenhungrig, weil diverse Datenströme an 11 Firmen übermittelt werden, davon sperrte Cliqz 48 unsichere Datenströme! Diese zahl schwankt je nach werbeeonblendung. (in unserem fall zwischen 46 und 50)

Unsichere Datenströme bedeutet in diesem Zusammenhang, dass aus diesen Daten Rückschlüsse auf den Nutzer gezogen werden können.

Ein überzeugendes Konzept mit erschreckendem Ergebnis. Man wird abwarten müssen, ob sich der Browser durchsetzen wird. Es wird sicherlich erhebliche Widerstände geben!

Vom Handling und von der Schnelligkeit macht er gefühlt einen guten Eindruck. Wir werden ihn jetzt erst einmal einige Zeit testen.

Screenshot unserer Tests zur Anti-Tracking Funktion von Qliqz:

Hier ein Auszug von der Cliqz-webseite zu den Antitracking Funktionen:

„Mit CLIQZ schützt du deine Privatsphäre. Was du im Web suchst und welche Websites du besuchst, ist allein deine Sache. Dein Alter, dein Geschlecht, deine Interessen und Vorlieben gehen uns nichts an. Deshalb erheben wir solche Informationen erst gar nicht. Wir speichern überhaupt keine Daten über dich auf unseren Servern – auch keine, anhand derer du identifiziert werden könntest. Deine persönlichen Daten bleiben, wo sie hingehören: auf deinem Gerät, in deinem Besitz und unter deiner Kontrolle.

Als Unternehmen mit Sitz in Deutschland sind wir den besonders strengen deutschen Datenschutzgesetzen verpflichtet. Wir gehen aber weit darüber hinaus. Schließlich haben wir uns vorgenommen, im Interesse unserer Nutzer das Internet neu zu gestalten. Und der Umgang mit Daten von Nutzern ist wohl der Bereich, der am dringendsten einer grundlegenden Veränderung bedarf.“

Wir werden sehen in wieweit diese Worte mit leben gefüllt werden, und ob man damit am Markt bestehen kann.